Mein Buchtip des Monats:
Beschreibung:
Wie ich mit der Mal- und Gestaltungstherapie, lernte mit meiner Vergangenheit, um zu gehen.
Mit "Knallhart - Häusliche Gewalt an Kindern und Erwachsenen" veröffentlicht die Autorin Natascha Pianta ein tief bewegendes Buch, das zugleich erschüttert und Hoffnung schenkt. Erschienen bei der Schweizer Literaturgesellschaft, behandelt das Werk in Wort und Bild die verheerenden Folgen häuslicher Gewalt - und zeigt zugleich Wege auf, wie Heilung durch Kreativität und Kunsttherapie möglich ist.
Die Autorin berichtet aus eigener Erfahrung: In eindrucksvollen Gedichten, Zeichnungen, Skulpturen und persönlichen Texten verarbeitet sie ihre Vergangenheit und macht sichtbar, was oft im Verborgenen bleibt – das Leiden von Kindern und Erwachsenen, die Opfer von Gewalt wurden. „Es liegt in der Verantwortung der Erwachsenen, sorgfältig hinzuschauen und die Signale ernst zu nehmen, anstatt aus Angst wegzusehen“, schreibt Pianta in ihrer Widmung.
Im Zentrum des Buches steht die Mal- und Gestaltungstherapie, ein Zweig der Kunsttherapie, die der Autorin half, ihre Traumata zu verarbeiten und einen neuen Zugang zu sich selbst zu finden. Das Werk ist sowohl ein persönliches Zeugnis als auch ein Appell an die Gesellschaft, nicht länger zu schweigen und Gewalt nicht zu bagatellisieren.
„Dieses Buch soll die Menschen darauf aufmerksam machen, was geschehen kann – und welche unglaublichen Auswirkungen Gewalt auf ein ganzes Leben hat.“
Natascha Pianta, aus dem Vorwort
„Knallhart“ verbindet eindrucksvolle Kunst mit therapeutischer Selbsterkenntnis und wird zu einem Sprachrohr für Betroffene, die ihre Stimme wiederfinden möchten. Es lädt dazu ein, über Tabus zu sprechen und die heilende Kraft der Kreativität zu entdecken.
Über die Autorin
Natascha Pianta setzt sich in ihrem künstlerischen und therapeutischen Schaffen für die Aufarbeitung und Bewältigung traumatischer Erfahrungen ein. Mit ihrem Werk möchte sie anderen Mut machen, eigene Wege zur Heilung zu finden und das Schweigen über häusliche Gewalt zu brechen.
ISBN: 978-3-03883-187-7
In jeder gut sortierten Buchhandlung oder beim Verlag unter Info@Literaturgesellschaft.ch
Häusliche Gewalt
Leider all zu oft ein Tabuthema. Oft kommen verschiedene Gewaltformen gleichzeitig vor. Sie stellen zusammen ein eigentliches Gewalt- und Kontrollmuster dar und sind Ausdruck von ungleichen Machtverhältnissen. Diese Bücher stelle ich vor, um dieses Tabu zu brechen. Nur wenn wir lernen hinzuschauen, können schwere traumatische Erfahrungen bei Kindern und Erwachsenen verhindert werden.
Was ist häusliche Gewalt?
Häusliche Gewalt ist Gewalt in der Familie: Zwischen verheirateten Personen oder Personen, die ein Paar sind, unabhängig davon ob sie zusammen leben oder nicht. Gewalt zwischen Personen, die getrennt oder geschieden sind, gilt auch als häusliche Gewalt. Aber auch Gewalt zwischen Eltern und Kindern oder zwischen Geschwistern ist häusliche Gewalt. Häusliche Gewalt ist mehr als ein Streit. Bei häuslicher Gewalt übt die Tatperson Macht auf die gewaltbetroffene Person aus.
Welche Formen hat häusliche Gewalt?
Häusliche Gewalt hat unterschiedliche Formen, das heisst die Gewalt kann verschieden sein: körperlich, psychisch, sexuell oder wirtschaftlich. Zum Beispiel: Dauernd beschimpfen, Kontakte verbieten, schlagen, einsperren, stossen, in sozialen Netzwerken demütigen, fortlaufend kontrollieren, zu Sex zwingen, Geld wegnehmen, verbieten zu arbeiten oder eine Sprache zu lernen, Kinder oder pflegebedürftige Personen vernachlässigen. Auch Drohungen sind häusliche Gewalt. Zum Beispiel drohen, jemanden mit dem Messer zu verletzen, zu schlagen oder das Kind wegzunehmen.
Was sind die Folgen von häuslicher Gewalt?
Häusliche Gewalt verletzt seelisch und körperlich. Sie macht Angst und einsam. Die Gewalt kann zu psychischen und psycho-somatischen Erkrankungen führen.
Zum Beispiel: Schlafstörungen, Angstzustände, Depression, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch, Magengeschwüre, niedriger Selbstwert.
Die Folgen für die Gesundheit können vorübergehend sein oder lange andauern. Teilweise sind die Folgen so schwer, dass die gewaltbetroffene Person nicht mehr arbeiten kann.
Hat häusliche Gewalt Folgen für Kinder?
Ja. Wenn Kinder zu Hause häusliche Gewalt erleben, leiden sie. Die gesunde Entwicklung von Kindern ist durch die Situation in der Familie in Gefahr. Dies auch dann, wenn sich die Gewalt nicht direkt gegen die Kinder richtet oder wenn die Kinder die Gewalt nicht direkt miterleben. Manche Kinder zeigen mit Symptomen, dass sie leiden. Zum Beispiel mit Schwierigkeiten in der Schule, Bettnässen, Kopfschmerzen, Ess- oder Schlafstörungen, Problemen im Umgang mit anderen Kindern, Aggressivität.
Andere Kinder zeigen keine Symptome. Sie leiden still. Kinder, die Gewalt in der Familie miterleben, haben ein grösseres Risiko später ebenfalls eine von Gewalt geprägte Beziehung zu führen.
Die Mal- und Kunsttherapie ist eine mögliche Form, wie soll schwere Traumatas, welche häusliche Gewalt hervorruft, bearbeitet werden können.
Links:
Mal-und Kunsttherapie Baden - fischimwind Webseite!
Systemisches Arbeiten, Familienstellen - sabine-leresches Webseite!
Claudia Häntschel (claudiahaentschel.com)
iac - Integratives Ausbildungszentrum - Zürich
Claudia Junker, Jestetten und Hettlingen, Naturheilpraxis